Das Rennen 2. Teil

von | 8 Dez 2018

Mit Schlafen war da natürlich nicht viel. Da wurde gekommen und gegangen und weiter gefeiert. So langsam kamen die ersten Biker an. Der erste Solobiker (der das Rennen dann auch gewinnen sollte), natürlich ein Schweizer. Kony Looser hat das Desert Dash dieses Jahr nun schon zum 4. Mal gewonnen. Vom Speaker wurde gemeldet, dass dieses Jahr wohl nicht mit Spitzenzeiten zu rechnen sei, da der Wind (natürlich Gegenwind) noch nie so stark gewesen sei. Göttergatte ist also die ersten 10 Stunden mit Gegenwind gefahren. Also rechnete ich mir aus, dass er wohl so gegen 01.30 Uhr eintreffen würde. Da hatte ich aber die Rechnung ohne ihn gemacht. Um 00.30 Uhr wurde er gemeldet und stand da. Aber wie: es ging ihm nicht gut. Er hatte Magenschmerzen, konnte nicht essen. Aber aufgeben: war natürlich keine Option. Also fuhr er nach einer Viertelstunde weiter. Die Lebensmittel, die ich bei mir hatte; er wollte nichts davon.

Mit etwas mulmigem Gefühl legte ich mich daraufhin doch noch etwas auf Ohr, um dann um 06.00 Uhr weiter zu fahren. Unterwegs sah ich immer wieder Biker, jedoch nie meinen Göttergatten. Ich hatte also keine Ahnung, wie es ihm ging.

Um 09.30 kam ich in Swakopmund an und musste mir mal als Erstes einen Parkplatz suchen, was in diesem Gewühl nicht ganz einfach war. Da ich davon ausging, dass Göttergatte gegen Mittag eintreffen würde, schlenderte ich mal ins Zielgelände und traute dann meinen Augen nicht ganz, als er plötzlich vor mir stand. Er hatte das Rennen in 18 Stunden 50 Minuten beendet. Er strahlte eine Zufriedenheit aus, dass es mir ganz warm ums Herz wurde. Es war geschafft (geschafft war aber auch er. Ausser den Haaren und Zähnen tat ihm alles weh.

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